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An dieser Stelle dokumentieren wir vergriffene politische Bücher und Broschüren, die in den 1970er und 1980er Jahren erschienen sind. Sie stehen teilweise im Volltext zur Verfügung. Weitere Volltexte sind auf Anfrage für den privaten Gebrauch verfügbar.

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Abweichende Meinungen zum Falkland-Krieg

Info
München 1982
85 Seiten,
ISBN
3-922935-04-4
Theo Ebel

Abweichende Meinungen zum Falkland-Krieg
Ein Lehrstück über Kriegsgründe, Kriegsausbruch, Abschreckung, demokratische Kriegsbegeisterung, die Freiheit und ihren Schutz durch die NATO

Abweichende Meinungen zum Falkland-Krieg...

  • beteiligen sich nicht an der erbärmlichen Abwägung, ob dieser Krieg sich überhaupt lohnt oder nicht vielmehr zur Gattung der sinnlosen Kriege gehört - weil es in Regierungen und Redaktionsstuben schon genügend Befürworter lohnender und sinnvoller Kriege gibt;

  • erachten die britische Berufung auf das Völkerrecht ebenso wie die argentinische auf die Historie für den Ausweis der Selbstgerechtigkeit einer Nation, die imperialistischen Erfolg anstrebt;

  • halten die "Ehre der Nation" nicht für einen "verstaubten", sondern für überhaupt keinen "Wert" - weil souveräne Staaten unter diesem Titel alle ihre Interessen als ihr unveräußerliches Recht deklarieren, für dessen Durchsetzung sie von ihrer Gewalt rücksichtslos Gebrauch machen;

  • nehmen die "Solidarität der NATO-Partner mit Großbritannien" so ernst, wie sie ist: als Klarstellung, daß der unbedingte Respekt vor den Rechtsansprüchen eines jeden dieser Staaten - auch wenn manche den Anlaß für geringfügig halten - allemal einen Krieg wert ist;

  • finden keinen Trost darin, daß die BRD für den Krieg um die NATO-Prinzipien, für den sie ihre Militärmacht reserviert, niemals ein Land wie Argentinien zum Gegner hat, sondern nur einen "lohnenden" Feind kennen will - der "letztlich" auch hinter den Malvinas lauern soll...;

  • weichen also in jeder Hinsicht ab von der Selbstgerechtigkeit des westdeutschen Bündnis-Nationalismus, der sich der "Sache der Freiheit" verpflichtet weiß und alle Partner darauf verpflichten will, damit sich die Freiheit weiterhin als bundesdeutsche Geschäftsgrundlage bewährt.