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An dieser Stelle dokumentieren wir vergriffene politische Bücher und Broschüren, die in den 1970er und 1980er Jahren erschienen sind. Sie stehen teilweise im Volltext zur Verfügung. Weitere Volltexte sind auf Anfrage für den privaten Gebrauch verfügbar.

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Ältere Bücher

1988 | 72 Seiten | vergriffen

Ein neues Buch über Heidegger beweist, daß der verehrte Philosoph länger und häufiger mit politischen Vertretern des Faschismus verkehrt ist, als er selbst nach dem Ende des Dritten Reiches zugegeben hat.

Die bundesrepublikanischen Bildungsblätter wittern einen besprechenswerten Skandal im ewig fortgeschriebenen Problem der "Vergangenheitsbewältigung". Einer, der unter Bildungsmenschen einiges gilt, verliert seine Glaubwürdigkeit - nur weil auf verehrungswürdige Geistestraditionen erpichte Anbeter von Gedanken, die sie - nein, nicht für korrekt, sondern - für groß halten, über eines erschrecken: Wenn sie merken, daß ein "großer Denker" an dem Sündenfall der nationalen Geschichte mitgewirkt hat.

Über die Philosophie Heideggers scheint sich nach wie vor niemand aufzuregen ...

1987 | 130 Seiten | vergriffen

Was soll ich werden? Diese Frage begleitet die im demokratischen Schulwesen einigermaßen vorangekommene Jugend, bis sie es schließlich geworden ist: was besseres. Dabei fällt auf, dass diese Antwort auf eine Lebensfrage gar nicht in der Macht derer liegt, die sie sich stellen müssen. Junge Leute können bloß die geforderten Bedingungen an sich herstellen, um ihr Leben nicht als Tippse, Wurstverkäufer oder Bergmann verbringen zu müssen. Ob sie mit ihren erworbenen Begabungen gebraucht werden auf den besseren Posten, die sie anstreben, steht ebenso wenig in ihrer Entscheidung wie das, was sie dort gegebenenfalls zu erledigen haben.

1984 | 128 Seiten | vergriffen
Karl Held
Theo Ebel

Sind Vorkriegszeiten wirklich harmlos, bloß weil noch nicht Krieg ist?

Der Westen will die Endabrechnung; nicht nur ein durchgedrehter US-Präsident drägt darauf und scherzt darber. Die NATO tut alles, damit es dazu kommt – zu ihren Konditionen. Das Waffenarsenal wird reichhaltiger, das Menschenmaterial einsatzbereiter gemacht. Die Ansprüche gegen den Feind, die friedliebenden Mahnungen zum Wohlverhalten werden frecher. Die 'Deutschland-Politik' wird mutiger.

1983 | 325 Seiten | vergriffen
Karl Held
Theo Ebel

Warum entdeckt weder der gesunde noch der gelehrte Menschenverstand am Ost-West-Gegensatz, an der ‚Kriegsgefahr‘ (die alle Politiker hüben wie drüben bannen möchten, so daß man sich fragt, wer sie eigentlich heraufbeschwört!), am Gegensatz von arm und reich im Weltmaßstab, an Gastarbeitern und Ölstaaten, an der New Yorker Börse und an der Welthungerhilfe jenes Geschäft, das einmal bürgerliche wie sozialistische Theoretiker Imperialismus nannten?

1982 | 128 Seiten | vergriffen
H. L. Fertl

Zuständige Schutzmacht für ein Stück Weltordnung wird ein Staat durch erfolgreiche Kriege; und seine Kriege sind meist dann erfolgreich, wenn die Weltmacht Nr. 1 auf seinen Sieg setzt. Diesen blutigen Zusammenhang hat kein Mitglied der modernen Völkerfamilie so ausgiebig durchexerziert wie der Judenstaat. Dessen völkisches Programm hat eben ganz ausgezeichnet in das Programm der USA hineingepaßt, den autonom gewordenen Staaten der Ölregion nachdrücklich klarzumachen, daß man nur als Freund des Sternenbanners eine Chance hat. Insofern bezeugen auch Israels nationalistische Eroberungskriege die Verantwortung der NATO für einen geordneten Weltfrieden.

1982 | 85 Seiten | vergriffen
Theo Ebel

Abweichende Meinungen zum Falkland-Krieg...

  • beteiligen sich nicht an der erbärmlichen Abwägung, ob dieser Krieg sich überhaupt lohnt oder nicht vielmehr zur Gattung der sinnlosen Kriege gehört - weil es in Regierungen und Redaktionsstuben schon genügend Befürworter lohnender und sinnvoller Kriege gibt;

  • erachten die britische Berufung auf das Völkerrecht ebenso wie die argentinische auf die Historie für den Ausweis der Selbstgerechtigkeit einer Nation, die imperialistischen Erfolg anstrebt;

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1982 | 313 Seiten | vergriffen
Karl Held

Abweichende Meinungen zu Polen...

  • sind nicht so bescheiden, dem polnischen Aufstand nur die immergleiche Weisheit zu entnehmen, daß im Osten keine Freiheit herrscht, wohingegen bei uns das Einverständnis mit der Regierung eine helle Freude ist;
  • sind nicht so unbescheiden, die Niederschlagung des Aufstands zum Anlaß zu nehmen, das "marode und zur Erneuerung unfähige System" des Ostens zu "bestrafen" und der Sterbehilfe zu überantworten, zu der die Bündnispartner der Freiheit sich so fraglos berechtigt sehen;
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